1. Grundlagen & Technik
In diesem Balkonkraftwerk FAQ beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um eure Mini-Solaranlage
Ein Balkonkraftwerk (auch Mini-Solaranlage oder Steckersolargerät genannt) ist eine kompakte Solaranlage für den privaten Gebrauch. Sie besteht in der Regel aus ein bis zwei Solarmodulen und einem Wechselrichter. Die Anlage wird einfach am Balkongeländer, auf der Terrasse, dem Garagendach oder einer Außenwand montiert und per Stecker mit dem Hausstromnetz verbunden. Der erzeugte Strom fließt direkt in deine Haushaltsgeräte und senkt sofort deine Stromrechnung.
Die Funktionsweise ist denkbar einfach:
1. Die Solarmodule fangen das Sonnenlicht ein und erzeugen daraus
Gleichstrom.
2. Der mitgelieferte Wechselrichter wandelt diesen in haushaltsüblichen
Wechselstrom um.
3. Über ein normales Stromkabel (z. B. Schuko-Stecker) wird der Strom in
deine Steckdose eingespeist. Deine Haushaltsgeräte, wie Kühlschrank,
Router oder Waschmaschine, nutzen automatisch zuerst den kostenlosen
Solarstrom. Erst wenn dieser nicht ausreicht, wird unbemerkt Strom aus dem
öffentlichen Netz dazugekauft.
4. Überschüssiger Solarstrom, den du gerade nicht selbst verbrauchst, fließt
automatisch unentgeltlich ins öffentliche Stromnetz. Da es bei
Balkonkraftwerken in der Regel keine Einspeisevergütung gibt, ist der
Eigenverbrauch das Ziel.
Ja, allerdings weniger als im Sommer. Solarmodule benötigen für die Stromerzeugung Tageslicht, nicht zwingend direkte Hitze oder strahlenden Sonnenschein. Auch bei bewölktem Himmel oder im Winter wird Strom produziert. Da die Sonne im Winter flacher steht und die Tage kürzer sind, liegt der Ertrag in den Wintermonaten bei etwa 10 bis 20 % des Sommerwerts.
Balkonkraftwerke sind extrem langlebig und wartungsarm:
– Solarmodule: Sie sind sehr robust und halten problemlos 25 bis 30 Jahre.
– Wechselrichter: Das Herzstück der Anlage arbeitet unter hoher Belastung
und hat eine Lebenserwartung von ca. 10 bis 15 Jahren. Er muss im Laufe
des Modullebens also eventuell einmal ausgetauscht werden.
2. Voraussetzungen
Betreiber von Balkonkraftwerken sind verpflichtet, ihre Anlagen im Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur zu registrieren. Diesen Prozess übernehmen wir vollständig für dich – nach dem Kauf kümmern wir uns um die Anmeldung, sodass du nichts weiter veranlassen musst..
Die Nutzung ist sehr flexibel. Beliebte Montageorte sind: Balkongeländer, Fassaden, Terrassen, Garagendächer oder im Garten. Wichtig ist lediglich eine möglichst freie und sonnenzugewandte Ausrichtung.
Erlaubt sind moderne, digitale Stromzähler (Zweirichtungszähler) sowie Zähler mit einer Rücklaufsperre. Solltest du noch einen älteren Ferraris-Zähler haben, der sich bei Einspeisung rückwärts dreht, ist das seit der neuen Gesetzgebung kein Hindernis mehr – der Übergangsbetrieb ist offiziell erlaubt und du darfst deine Anlage sofort starten. Nach der Registrierung im Marktstammdatenregister wird dein Messstellenbetreiber automatisch informiert und teilt dir schriftlich mit, wenn ein Zählerwechsel erforderlich ist. Du musst den Austausch nicht selbst beauftragen. Die Umrüstung erfolgt durch den Messstellenbetreiber, ist in der Regel kostenfrei und dauert erfahrungsgemäß etwa vier bis sechs Monate.
3. Wirtschaftlichkeit
Für Balkonkraftwerke gilt die vereinfachte Einspeiseregelung. Der erzeugte Strom fließt direkt in dein Hausnetz und versorgt deine laufenden Geräte. Produzierst du in der Spitze mehr Strom, als du gerade verbrauchst, fließt der Überschuss automatisch und ohne Bürokratie ins öffentliche Stromnetz. Eine Einspeisevergütung gibt es dafür in der Regel nicht – das Ziel ist hier ganz klar, deine eigene Stromrechnung direkt zu senken.
Ein Speicher lohnt sich vor allem dann, wenn du tagsüber wenig Strom verbrauchst und die Energie lieber abends oder nachts nutzen möchtest. Das Gute ist: Ein Nachrüsten ist jederzeit problemlos möglich! Du kannst also entspannt ohne Speicher starten und ihn später ganz unkompliziert flexibel ergänzen.
Das hängt ganz von deinen Kosten, der Ausrichtung der Module und deinem Stromverbrauch ab.
Statt zu raten, kannst du es aber ganz einfach selbst herausfinden: Nutze dafür einfach den Balkonkraftwerk-Rechner auf der Website. Damit berechnest du deine individuelle Ersparnis und deine Amortisationszeit mit nur wenigen Klicks!
